Das 5.0 Karnevalsspiel

Von Steffi Offermann am 21 November 2017 in: 2. Damen » Spielberichte

Mer sin Lokalpatriote
Met stolzer Bross uns Fahn
schwinge rud un wieß
Alle wolle noh Berlin, erus en de jroße Welt
Doch us kriss de hee nit fott
Mer kann üch sage, wat us hee häld: de AVC Kölle!

Et jitt kei Wood…

Jedes Johr em Winter, wenn et widder schneit, kütt dr Fastelovend und mir sin all bereit. Un am 11.11. jeht dat Spillche loss, denn dann weed dr Aap jemaht – ejal wat et och koss!

Theorie und Praxis klaffen ja Bekanntermaßen häufiger etwas auseinander. So auch hier. Dank der Beharrlichkeit unseres Gegners, dem TSV Seelscheid, gebührte uns die fantastische Ehre an diesem besonderen Tag ein Punktspiel absolvieren zu dürfen. Meine verehrten Damen und Herren, an dieser Stelle ein dreifaches Kölle-Alaaf, bitte!

Aus wahrscheinlich allseits nachvollziehbaren Gründen (Drink doch eine met, stell dich nit esu ahn!) gibt es zu diesem Spieltag nur einen semi-detaillierten, auf pseudo-recherchierten Grundlagen basierenden Spielbericht.

Wir starteten in die Begegnung mit der Unterstützung unserer Majestät, seiner Deftigkeit Jo von Plüsch, der sein Funkemariechen zu Beginn bereits breit aufstellte. In der ersten Garde erhielt Zuspielerin Steffi tatkräftige Unterstützung durch die diagonale Neubesetzung, der Linkshänderin Greta. Die routinierten Außenangreiferinnen Nina und Lisa teilten sich die Felddiagonale mit den beiden Mittelblockerinnen Carmen und Lena. Los ging’s! Hip-hip-Hurra! Ein besonderes Augenmerk galt den lokalpatriotisch gefärbten Socken, denn rut un wieß schlät et echte kölsche Hätz! Mit teuflisch ruhiger Ausstrahlung platzierte Lisa eine knallharte Angabe nach der anderen im gegnerischen Feld. Es folgten hart umkämpfte, lange Ballwechsel – volle Konzentration. Doch dann die Unterbrechung aufgrund des Erscheinens einiger den destillierten und gebrauten Flüssigkeiten nicht abgeneigten Jecken. Weiter im Text. Die starke Abwehr des TSV Seelscheids machte es uns trotz stählerner, gezielter Angriffe nicht einfach und so endete Satz 1 mit einem unerfreulichen 16:25. Tja, manchmol häs de Pech, et jeiht dr Birsch erav. Doch echt Fründe ston zesamme! Also Seiten- und Spielerwechsel: Neu auf’s Feld gestellt bot Mareike die gewohnte Blockstärke, versperrte dem Gegner jeden erdenklichen Weg übers Netz. Zuspielerin Vani flitzte eifrig kreuz und quer über’s Feld und verteilte die Bälle passgenau an alle Angriffswütigen. Es war ein Duell auf Augenhöhe – und doch endete der zweite Satz 18:25. Äver su lang mer noch am lääve sin, wird nicht aufgegeben. Angespornt von der Abschiedsrede des Trainers, der sich zu seinem eigenen Spiel aufmachte, zeigten wir uns also noch einmal von unserer besten Seite. Mit dabei, das neu ernannte Trainer-Aushilfs-Zweigestirn Simone und Greta, das sich seiner Überraschungsaufgabe mit Bravour stellte! Ein dreifaches AVC – Olé! Die fantastische Feldabwehr von Abwehrchefin Nina, gepaart mit den höllischen Angriffen unserer Diagoneusen Katja (T-I-E-R) sowie der Spitzensportlerin Rosy brachte uns von Beginn des dritten Satzes an auf Hochtouren. De Puls un Beat, em Tak vom Rhing es för immer en uns drin! Mer wes et vun de Berje bes ans Meer – hee es jede Daach wie e Feuerwerk! Die Stimmung auf dem Feld wurde von außen weiter angeheizt, jeder gewonnene Punkt bedingungslos gefeiert und so konnten wir diese Runde mit einem 25:23 für uns entscheiden. Tschingderassabum! Doch die Freude hielt nicht allzu lange an, denn der letzte Satz ging mit 25:16 wieder an den TSV. Aver kumm, loss mer fiere, nit lamentiere! Jet Spass un Freud, dat hät noch keinem Minsch jeschad. Loss mer fiere op kölsche Art!

Und auch nach einem Tag wie diesem gilt:

Dat es doch klor,
mer blieven, wo mer sin,
schon all die lange Johr,
en uns'rem Verein,
denn he hält m'r zosamme
ejal, wat och passeet,
en uns'rem Verein.

 
Das Kölner Zwölfgestirn des Tages: Carmen, Greta, Katja, Lena, Lisa, Mareike, Nina, Rosy, Simone, Steffi, Vani

Endergebnis: 1:3 [16:25, 18:25, 25:23, 25:16]

by Lena D.

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